Ein
erstes Mess System für Implantate
An der Medizinischen
Hochschule Hannover (MHH) http://www.mhh-hno.de wird seit Jahren nicht hörenden
(tauben) Kindern (ab einem Alter von ca. 1 Jahr ) ein Implantat (Cochlear-Implantat)
als Hörhilfe
operativ eingesetzt um das Hören zu ermöglichen.   Hier gibt's mehr Infos zum Cochlear-Implantat durch
die UNI FREIBURG
Das
Implantat besteht aus einem Elektronikteil, in dem die Signale verarbeitet werden
und einem Magneten, mit dessen Hilfe die auf dem Kopf sitzende Sendespule gehalten
wird. Außerhalb des Körpers wird am Ohr das Mikrofon getragen. Der Sprachprozessor
des Cochlear-Implantats wandelt Schallwellen in elektrische Impulse um, die an das
Hörzentrum des Gehirns weitergeleitet werden.
Patienten
bei denen eine beidseitige, an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit vorliegt und
bei denen die Übertragungsfunktion der Hörnerven in der Regel durch andere
Schädigungen, völlig aufgehoben ist, kann durch das Hirnstamm-Implantat
ABI (Auditory Brainstem Implant) das Hören auch ermöglicht werden.
Hier gibt's mehr Infos zum Hirnstamm-Implantat durch
die UNI FREIBURG
Etwa sechs Wochen nach
der Operation wird der Sprachprozessor des Cochlear-Implantates programmiert. Danach
erschließt sich den Kindern eine völlig neue Welt. Sie hören Geräusche,
die sie nie zuvor vernommen haben.
Das Hören
wird und muß gelernt und geübt werden, denn diese zuvor tauben Kinder haben ja nie gehört. Sie wissen
nicht was laut und leise, was ein hoher Ton oder ein tiefer Ton ist.Danach ist dem vorher nicht
Hörenden so ziemlich eine normale Unterhaltung möglich und somit ein weitgehend
normales Leben.
Diese Technik wird
in abgewandelter Form inzwischen auch eingesetzt, um Menschen, die nicht mehr richtig
oder fast gar nicht mehr hören können, das Hören zu ermöglichen.
Damit das eingesetzte
Implantat das beste Ergebnis bringt, ist es nötig schon während und nach
der Operation das Implantat zu testen zu zu prüfen.
Mark Winter von der
Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) http://www.mhh-hno.de hat ein Messsystem, das in
der Lage ist, die Übertragungseigenschaften des implantierbaren Hörsystems
Vibrant Soundbridge während und nach der Operation zu prüfen, entwickelt.
Für diese
Leistung wurde der Diplomingenieur kürzlich mit dem renommierten Politzer Preis
2002 im Bereich Grundlagenforschung ausgezeichnet
Mit dem System sei
es den Chirurgen erstmals möglich, während des operativen Eingriffs die
Signalübertragung zu kontrollieren und so das Hörergebnis für den
Schwerhörigen zu optimieren, teilt die HNO-Klinik der MHH mit. Zu gleich erleichtere
es die spätere Anpassung des Hörsystems durch den Hörgeräteakustiker.
Die Vibrant Soundbridge
sei eine Alternative für Menschen, die aus medizinischen oder audiologischen
Gründen kein konventionelles Hörgerät tragen können. Das Hörimplantat
lasse den Gehörgang frei und beeinträchtige nicht das Resthörvermögen.
Allein in Hannover seien bereits 40 Schwerhörige erfolgreich mit dem System
versorgt worden.
Das neu entwickelte
Messsystem bietet erstmals die Möglichkeit, während und nach der Operation
die Ankopplung des Implantats an die Gehörknöchelchen (Amboss) zu überprüfen.Das
System eigne sich besonders für Menschen mit mittlerer bis schwerer Innenohrschwerhörigkeit,
deren Mittelohr funktionell intakt ist. Es sei das einzige Mittelohrimplantat,
das in Europa zugelassen ist und die strengen amerikanischen FDA-Anforderungen erfülle.
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